Privatkredit: Darlehen von Privatpersonen nutzen

Der Kredit von Privat an Privat gilt seit Basel II sowie Basel III als eine der praktischen Lösungen für private sowie gewerbliche Kreditinteressenten. Dabei ist diese Form der Kreditaufnahme eine der ältesten Versionen in der Finanzwesensgeschichte. Zusätzlich ziehen sowohl Kreditnehmer als auch Kreditgeber stets positive Schlüsse.

Privatkredit

Vorteile für den Kreditnehmer:

  • Kurze Bearbeitungszeiten
  • Vereinfachte Formulare
  • Schnelle Auszahlungen
  • Schufa-neutrale Behandlung

Vorteile für den Kreditgeber

  • Hohe Zinseinnahmen
  • Persönliche Kontaktaufnahme zum Kreditnehmer
  • Gesteigerte Motivation

In früheren Zeiten galt der Kredit von Privat an Privat in familiären Kreisen als üblich. Das bedeutet, dass eher Familienmitglieder, Freunde oder deren Geschäftspartner zurate gezogen wurden. Doch durch die globale Vernetzung des Internets hat sich die Situation im Laufe der Zeit geändert. Sowohl Kreditnehmer als auch Kreditgeber können heutzutage schnell und unkompliziert zueinanderfinden. Die Entscheidungen für oder gegen eine Zusammenarbeit wird ebenso schnell gefällt. Binnen kürzester Zeit können bei Zusagen die Auszahlungen getätigt werden. Was früher einige Wochen in Anspruch genommen hat, wird mittlerweile innerhalb von wenigen Tagen ausgeführt.

Wie sicher ist ein Privatkredit?

Selbstverständlich gibt es zahlreiche Kritiker, die gewisse Gefahrenquellen in Privatkrediten sehen. Der Kredit von Privat an Privat ist nämlich an keine gesetzlichen Vorschriften gebunden. Deshalb ist auch keine Kontrolle durch Behörden notwendig. Sowohl der Kreditnehmer als auch der Kreditgeber handeln eigenverantwortlich. Da somit die Prüfung durch Staatsorgane fehlt, können Kreditgeber und Kreditnehmer selbstverständlich auch eigene Vereinbarungen treffen.

Diese Maßgabe bietet einige Vorzüge. Zum einen werden keine Familienmitglieder belangt. Auch Banken werden weniger involviert. Ein Kredit bei einer Bank ist hier anders einzustufen. Eine Bank agiert in der Regel als kaufmännisches Unternehmen und unterliegt dem Kreditwesengesetz. Das bedeutet, dass Banken im Normalfall mit dem Geld dritter Personen arbeiten. Daher ist auch ihre Vorsicht nachvollziehbar, was Kreditnehmer betrifft.

Der private Kreditgeber hingegen wägt sein Risiko selbst ab und investiert aus eigener Tasche. Missbraucht der Kreditnehmer hingegen sein Vertrauen, wird dieser es in Zukunft schwer haben, einen seriösen Kreditgeber zu finden. Wichtig ist, sich vor Kreditabschluss mit dem Kreditpartner auseinanderzusetzen. Auf verschiedenen Portalen geben beispielsweise Kunden ihren Meinungen und Rezensionen ab. Diese dienen als gute Basis, um sich selbst ein Bild über den eventuellen Kreditgeber zu machen.

Formvorschriften sind bei Privatkrediten kein Muss

Während der Bankkredit lange Gespräche und die Abwicklung verschiedenster Formulare erfordert, kann der Privatkredit anders aussehen. In der Regel wünschen beide Parteien einen simplen und unkomplizierten Weg. Dabei erbittet der Kreditnehmer eine gewisse Summe, während der Kreditgeber die Zinsen festlegt. Ein Vertrag ist nicht immer notwendig. So können auch eine mündliche Vereinbarung und ein Handschlag bereits bindend sein. Allerdings ist die Schrittform immer anzuraten. Somit werden gewisse Sicherheiten festgelegt. In einem Vertrag sind am besten immer die wichtigsten Eckdaten wie

  • Name
  • Adresse
  • Kreditsumme
  • Zinssatz
  • eventuelle zusätzliche Gebühren

und dergleichen festzuhalten. Maßgeblich ist ebenso, dass beide Parteien den Kreditvertrag unterschreiben. Jedoch ist der Vertrag selbst an keine Form gebunden.

Zinsen spielen für Kreditgeber eine wichtige Rolle

Der wohl entscheidendste Faktor für beide Parteien stellt der Zinssatz dar. Während die Kreditgeber die Zinsen möglichst hoch ansetzen möchten, freuen sich Kreditnehmer über niedrige Abgaben. Zwar nutzen noch viele Anleger den üblichen Zinssatz, den auch Banken anwenden, dennoch verwenden andere wiederum gern höhere Aufschläge. Warum das so ist, lässt sich einfach erklären: Private Geldgeber sind nicht selten, dennoch gehen sie bei der Vergabe von Privatkrediten ein großes Risiko ein. Sie erhalten von Kreditnehmern nur mangelnde Sicherheiten. Zudem können Arbeitslosigkeit, Krankheiten oder negative Schufa für ungünstige Kreditvoraussetzungen sorgen. Dennoch setzen sie Vertrauen in ihr Gegenüber. Um jedoch nicht gänzlich Verluste hinnehmen zu müssen, sichern sie sich mit höheren Zinsen ab. Eine Maßgabe, mit denen jedoch beide Vertragsparteien sehr gut leben können.

Dennoch sollten Kreditnehmer nicht jedes Angebot annehmen. Ist ein Kredit mit sehr hohen Zinsen versehen, sollte eher Vorsicht vorherrschen. In diesem Fall kann es durchaus vorkommen, dass die Zinsbelastung für den Kreditnehmer derart hoch ausfällt, dass sich eine Überschuldung herauskristallisiert. Die Folge könnte in eine Insolvenz führen.

Damit der Kreditgeber jedoch ebenso keinen Totalverlust hinnehmen muss, ist es sinnvoll, Zinsverhandlungen vorzunehmen. Ein Gespräch auf Augenhöhe erbringt Erkenntnisse, was beide Seiten wünschen und was möglich ist.

Bild: pixabay

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