In der Kreide: so verschuldet sind die Deutschen

Obwohl Handel und Industrie boomen, stecken immer mehr deutsche Bürger in der Finanzklemme. Am häufigsten trifft es Menschen zwischen 30 und 39 Jahren: Zu dieser Altersgruppe gehören 18,83 % aller Schuldner. Im Schnitt stehen Männer häufiger in der Kreide als Frauen. Auch die Höhe der Schulden unterscheidet sich zwischen den Geschlechtern, denn Männer sind im Durchschnitt mit 35.200 € verschuldet, Frauen hingegen haben 24.700 € an Schulden auf dem Kerbholz.
Brennpunkte der Verschuldung sind Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt sowie Teile Nordrhein-Westfalens.

Die häufigsten Ursachen für eine Überschuldung

Die meisten Deutschen schlittern aus unvorhersehbaren Gründen in eine Schuldenfalle. Arbeitslosigkeit ist für rund 20% aller Fälle verantwortlich, gefolgt von Erkrankungen und der Trennung von einem Partner beziehungsweise dessen Tod. Vergleichsweise selten wird eine Überschuldung durch eine unwirtschaftliche Haushaltsführung oder eine gescheiterte Selbständigkeit verursacht.

Die Überschuldung und ihre Folgen

Wer dauerhaft mehr ausgibt, als er einnimmt, befindet sich bald in einer prekären finanziellen Lage. Wer bereits über seine Verhältnisse lebt, schöpft in der Regel seinen Dispokredit aus und muss mit horrenden Zinsen rechnen. Zwar erreichten diese 2007 mit 11,88 ihren Höchststand, doch auch mehr als zehn Jahre später sind die Zinsen bei einer Kontoüberziehung deutlich höher als bei einem Ratenkredit. 2017 zahlte der Deutsche 8,21 % Zinsen auf einen Dispokredit, bei einem gewöhnlichen Ratenkredit mit einer Laufzeit von mehr als fünf oder ein bis zu fünf Jahren waren es 6,63 beziehungsweise 4,49 %.

Dabei steht Deutschland eigentlich relativ gut da, denn die Zinsen für einen Dispokredit liegen im Vergleich zu denen in vielen anderen Ländern der Euro-Zone eher im unteren Bereich. Im Schnitt zahlen die Deutschen 8,61 % Überziehungszinsen, günstiger kommen nur die Griechen, Belgier und Finnen davon. Am höchsten sind die Zinsen in Lettland und Estland: Wer in die Miesen kommt, zahlt 21,8 beziehungsweise 16,31 %.

Viele Deutsche nehmen einen Kredit auf, um ihren Dispokredit auszugleichen, denn es kann vorkommen, dass einem die Bank nach einer längeren Kontoüberziehung einen Strich durch die Rechnung macht und den Dispokredit kündigt. Wenn Sie Ihr Konto regelmäßig überziehen, kann dieses Verhalten zu einem negativen Schufa-Eintrag führen. Dieser wiederum betrifft Ihre Kreditwürdigkeit und macht es Ihnen schwer, einen Kredit aufzunehmen.

Wege aus der Schuldenfalle

Um aus einer schwierigen finanziellen Lage herauszukommen und Ihre Schulden in den Griff zu bekommen, müssen Sie einen Plan aufstellen. Dabei ist es wichtig, sich über sämtliche Ausgaben im Klaren zu sein und eine Zeitlang auf Extras zu verzichten. Ein teurer Dispokredit lässt sich umschulden – das ist auf Dauer günstiger und räumt Ihnen außerdem einen gewissen finanziellen Spielraum ein. Am günstigsten sind Kredite mit einer Laufzeit von ein bis zwei Jahren, aber selbst ein Kredit mit einer Laufzeit von fünf Jahren oder länger bietet im Vergleich zu einem Dispokredit deutliche Vorteile. Ein kostenloser Darlehensrechner hilft Ihnen dabei, die richtige Wahl zu treffen und einen passenden Umschuldungskredit aufzunehmen, mit dem Sie Ihre Zinslast reduzieren können.



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